500 – Internal Server Error beheben

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Die meisten Besucher einer Internetseite werden diesen Fehler wohl schon einmal gesehen haben. Dabei sagen die Fehlercodes von 500 – 510 nichts anderes aus, als das ein Problem mit dem Server besteht. Meistens erscheint dabei der sehr unspezifische Code 500 – Internal Server Error, ohne weitere Informationen, auf was der Fehler zurückzuführen ist. Der Besucher kann in dem Augenblick nichts an dem Fehler ändern und nur versuchen die Seite zu einem späteren Zeitpunkt erneut aufzurufen. Für jeden Administrator einer Seite bedeutet das jedoch, dass man sich auf eine langwierige Suche nach dem Fehler begeben muss.

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In WordPress entsteht der Fehler meistens bei der Benutzung von Plugins oder Themes. Oftmals kommt es vor, dass beim update auf eine neuere Version nicht alles rund läuft und der Server danach einen Internal Error auswirft. Genauso kann der Fehler in der .htaccess oder im PHP Memory Limit befinden. Doch für jedes dieser Probleme gibt es eine Lösung.

Benötigt wird

  • FTP Zugangsdaten
  • MySQL Zugangsdaten

Themen

  • Überprüfung der Plugins
  • Überprüfung der .htaccess
  • PHP Memory Limit erhöhen
  • WordPress core files austauschen

Überprüfung der Plugins

In den meisten Fällen liegt das Problem in einem der Plugins. Um das herauszufinden, müssen zuerst einmal alle Plugins deaktiviert werden. Dabei geht man entweder über den FTP oder über phpMyAdmin

Plugins über den FTP deaktivieren

Der Plugin Ordner, meist unter /wp-content/plugins wird von /plugins in z.B. /plugins_deactive umbenannt. Durch das umbenennen des Verzeichnisses findet WordPress den Plugin Ordern nicht mehr, was gleichzeitig alle Plugins im System deaktiviert. Wenn der Login ins Backend jetzt wieder funktionieren sollte, kann der Ordner wieder auf /plugins umbenenannt und ein Plugin nach dem anderen über das Backend reaktiviert werden. Sollte der Internal Server Error beim aktivieren eines der Plugins wieder auftreten, ist klar welches Plugin den Fehler verursacht. Dann bleibt einem nichts andere übrig, als das betreffende Plugin so lange deaktiviert zu lassen, bis ein Bugfix durch den Entwickler geliefert wird.

Plugins über phpMyAdmin deaktivieren

Um die Plugins über phpMyAdmin zu aktivieren, werden die Login Daten der MySQL Datenbank benötigt. Vor der Änderung an der Datenbank sollte ein Backup gemacht werden. Nach Sicherung der Datenbank erreicht man über den Reiter SQL in phpMyAdmin das Eingabefeld für Datenbankbefehle. An dieser Stelle wird die folgende Codezeile einkopiert.

UPDATE wp_options SET option_value = 'a:0:{}' WHERE option_name = 'active_plugins';

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Der Befehl deaktiviert alle Plugins in WordPress, die sich jetzt über das Backend wieder einzeln aktivieren lassen, um dabei festzustellen, ob der Internal Server Error aufgrund eines der Plugins auftritt. Wenn sich auf die Art und Weise der Fehler beheben lässt, ist damit das Problem gelöst und der Internal Server Error an dieser Stelle behoben.

.htaccess überprüfen

Teilweise kann es passieren, dass der Fehler in der .htaccess liegt. Die Datei befindet sich meist in dem root Verzeichnis der WordPress Installation auf dem Server. Um zu überprüfen, ob das Problem aus der .htaccess kommt, reicht es aus,die Datei in z.B. .htaccess_neu umzubenennen.  Wenn sich jetzt beim erneuten Laden der eigenen Seite wieder alles ohne Probleme darstellt, ist das Problem gelöst. Sollte das der Fall sein, muss im WordPress Backend die Permalink Struktur erneut gespeichert werden, um eine neue, saubere .htaccess durch WordPress anlegen zu lassen.

Sollte der Fall nicht aus der .htaccess kommen, wird die Datei wieder in ihren ursprünglichen Namen umbenannt und die Suche nach dem Fehler geht weiter.

PHP Memory Limit erhöhen

Ein weiterer Grund, warum ein Internal Server Error für jeden Besucher einer Internetseite auftaucht, könnte im Fall von WordPress ein zu niedriges PHP Memory Limit sein. Aufgrund eines zu geringen Speicherplatzes stößt Wordpress an seine Grenzen. Das Problem lässt sich lösen, indem in der wp-config.php direkt nach dem öffnenden <?php Befehl die Zeile

define('WP_MEMORY_LIMIT', '64M');

eingefügt wird. Dadurch erhöht sich der Speicherplatz auf 64Mb.

Lässt sich die Seite nach einem erneuten Laden jetzt wieder öffnen, ist es zwar gut das der Fehler behoben ist, gleichzeitig handelt es sich dabei aber nur um eine temporäre Lösung des Problems. Dies bedeutet nämlich gleichzeitig, dass eventuell ein Plugin oder Theme genutzt wird, das zu viel Speicherplatz beansprucht. In diesem Fall ist es ratsam, mit dem Hoster der Seite in Kontakt zu treten und sich anhand der Server Logs ein Bild davon zu verschaffen, welches Plugin wie viel Speicherplatz beansprucht.

Sollte auch das zu keinem erfolgreichen Ergebnis führen, bleibt nur noch die Möglichkeit offen, die WordPress core files auszutauschen.

WordPress Core Files austauschen

Bevor man versucht, den Internal Server Error durch das Tauschen der WordPress Dateien zu beheben, sollte ein Backup der Datenbank und des gesamten FTP Server gemacht werden. Danach lädt man sich WordPress in der gleichen Version herunter, die man aktuell für die Seite nutzt.

Danach tauscht man alle Dateien der beiden Vereichnisse /wp-admin und /wp-includes einmal komplett gegen die neuen Dateien aus. Das hat keinen Einfluss auf die eigenen Daten, kann aber dabei helfen, den Fehler zu beheben. Wichtig ist dabei, nicht die Dateien in dem Hauptverzeichnis /. auszutauschen. Außerdem sollte auch keine Änderung an dem Dateien in dem Verzeichnis /wp-content vorgenommen werden.

Fazit

Wenn keine der vorher genannten Optionen dabei hilft, WordPress wieder zum laufen zu bringen, kann eventuell der Hoster noch weiter helfen. Über die Server Logs findet sich eventuell der Fehler und lässt sich beheben.

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